Frank Beck

Meinen ersten, noch ziemlich schiefen Ton gab ich am 2. April 1969 in einem kleinen Dorf nahe Saarbrücken von mir. Bereits im zarten Alter von drei Jahren schmetterte ich vom Balkon meiner Großmutter, der übrigens einen tollen Ausblick über den Ort gewährte, mit voller Inbrunst das "Ave Maria" - sozusagen meine erste Bühne. Die Nachbarn hatten wohl ihren Spaß. Schon damals konnte ich mich nicht nur für klassische Kirchenmusik, sondern auch schon für die "Beatles" und "Elvis Presley" begeistern, bin mir aber ziemlich sicher,  dass auch noch das ein oder andere "Gebrüder Grimm"-Märchen auf dem Plattenteller lag.

1976 veränderte alles. Es war das Jahr, als das Album "Made in Japan" von "Deep Purple" veröffentlicht wurde. Noch nie hatte ich sowas elektrisierendes gehört, diese Stimme, diese Gitarre, diese ungezügelte, geballte Energie. Das war genau das, was ich wollte! Die Platte lief rauf und runter - ich hörte mehr als 20 Mal am Tag "Child in Time" und versuchte so zu singen wie Ian Gillan (die höchste Note hab ich nie geschafft, haha). Meine Mutter und meine Großeltern wurden wahnsinnig. Letztendlich haben sie es aber doch ohne größere Schäden überlebt. Nach "Deep Purple" stieß ich auf "Rainbow", "Whitesnake" und schließlich auch auf "Black Sabbath", "DIO", "Iron Maiden" und schlussendlich auf den härteren Powermetal von "Helloween", deren Alben "Walls of Jericho" sowie die beiden "Keeper"-Meisterwerke auch heute noch fester Bestandteil meiner Playlist sind. Ich kann also zweifelsfrei behaupten, dass die 80er den größten musikalischen Einfluss auf mich hatten und immer noch haben!

1985 saß ich, wie immer gelangweilt, in der letzten Reihe meiner Schulklasse, als plötzlich einer meiner Kameraden einen Beat auf die Bank trommelte und ich spontan anfing dazu zu singen. So kam ich zu meiner erstern (Schul-)Band und zu meinen ersten Live-Erfahrungen, denn es stellte sich heraus, dass der Banktrommler tatsächlich Schlagzeug spielte und auf der Suche nach einem geeigneten Sänger war.

Nachdem ich in mehreren Hardrock-/Rockbands über die Jahre meine Erfahrungen gesammelt hatte, stieg ich 1989 als Sänger bei einer "Blues Brothers"-Tributeband ein und tourte mit dieser viele Jahre (bis 2010) durch halb Europa, vergaß dabei aber nie den Metal.

2007 gründete ich mit Freunden eine Metal-Coverband. Auf der Setlist standen so ziemlich alle Metal-Classics der 80er Jahre.

2012 stieg ich schließlich bei "Red Raven" als Leadsänger ein. Unser erstes Album "Chapter One: The Principles" wurde 2014 in Europa und Japan veröffentlicht und erntete sehr gute Kritiken. Unser zweites Album "Chapter Two: Digithell" wurde im Oktober 2017 weltweit veröffentlicht. Die Kritiken weltweit waren fantastisch!

Am 11. April 2014 bekam ich am frühen Nachmittag einen Anruf von "GAMMA RAY",  deren Gitarrist und Sänger, ein gewisser Kai Hansen, hätte eine fürchterliche Bronchitis und könne nicht singen, ich sollte einspringen an dem Abend und ein paar Lieder singen! Was ich dann auch tat und es muss wohl gut gewesen sein - jedenfalls wurde ich für den Rest der Tour gebucht.

2015 wurde ich bei "GAMMA RAY" offiziell als neues Mitglied und Sänger vorgestellt. 2019 stand ich zudem bei der international bekannten Iron-Maiden-Akustik-Tribute-Band "Maiden UniteD" am Mikrofon.

2019 wurde ich Mitglied in Victor Smolski's Band ALMANAC, habe die Vocals für das dritte ALMANAC Album "Rush Of Death" mit eingesungen.

2020 geht's mit ALMANAC auf Europatour.

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